Basisstufe

Die Basisstufe beinhaltet den Kindergarten und die 1./2. Klasse, wobei die Kinder altersgemischt von 4-8 Jahre miteinander und voneinander lernen. Unsere maximale Gruppengrösse ist auf 10 Kinder beschränkt, damit den individuellen Bedürfnissen genügend Raum gegeben werden können.

Die Rigischule ist eine Naturschule. Der Unterricht findet hauptsächlich im Freien statt. Als Rückzugsort haben wir eine Jurte, welche mit einem Holzofen geheizt werden kann.



Wann?
Der Unterricht findet für alle Kinder (Basisstufe 1-4) an vier Tagen der Woche, jeweils von 9- 15.15 Uhr statt (inklusive einer halbstündigen Mittagspause). An einem Tag (Samstag) findet der Unterricht nur einen Halbtag von 9.00-11.30 Uhr statt. Der Unterricht findet von Mittwoch-Samstag statt, da viele Elternteile in der Gastronomie und bei Tourismus-Dienstleistern arbeiten. Die Unterrichtstage könnten je nach Bedürfnis der Eltern auch angepasst werden.

Start Schuljahr 2020/21: Mittwoch 12. August 2020.
Eintritte in die Basisstufe 1-4 sollen auch auf das 2. Semester (1. Februar) oder im Laufe des Schuljahres möglich sein.

Kosten:
CHF 500/Monat 
Die Rigischule soll keine Art von elitärer Bildungseinrichtung sein, sondern die zentrale Rolle einer chancengleichen Bildung in einem ländlichen Gebiet mit wachsenden Kinderzahlen und Potential für ein dörfliches Wachstum einnehmen.
Die akquirierten Mittel kommen ausschliesslich den schulischen Aktivitäten zu Gute. Es gibt ein hohes Mass an freiwilliger und unentgeltlicher Mitarbeit der Eltern, sowie Freiwilligen.


Naturschule und Lehrplan 21
Auch wenn wir den Unterricht hauptsächlich im Freien durchführen, halten wir uns selbstverständlich an die Kompetenzen des Lehrplans. Die Einhaltung des Lehrplan 21 ist auch Vorgabe des Kantons. Sofern dies möglich ist, bauen wir die Natur in allen Fächern ein und lernen, wenn möglich, am echten Objekt. Ergänzt werden diese Unterrichtseinheiten mit den obligatorischen Lehrmitteln, beispielsweise der Mathwelt im Mathematikunterricht.

Lernen in der Natur
Die Natur ist unsere Ressource. Durch das tägliche draussen sein und erleben der Jahreszeiten, des Wetters, dem Wachstum und Zerfall, durch beobachten der Lebewesen und Pflanzen, mit dem Einbezug von Wildkräutern in unser Mittagessen und vielem mehr bauen die Kinder ein tiefes Verständnis für die Zusammenhänge unserer Umwelt auf. Die Wertschätzung der Natur steigt mit dem Wissen darüber.


Altersdurchmischtes Lernen
In der Basisstufe lernen und spielen die Kinder in altersdurchmischten Gruppen. So begegnen sich die Kinder in unterschiedlichen Rollen und arbeiten an ihrem individuellen Entwicklungsstand. Ältere Kinder übernehmen Verantwortung und können gleichzeitig noch häufiger spielen als in einer Regelklasse. Wenn möglich lernen die Kinder miteinander durch Aufgaben, welche je nach Entwicklungsstand auf ihre eigene Weise gelöst werden können. Gewisse Themen werden auch in kleinen Gruppen behandelt, wenn die Inhalte nicht allen Kindern entspricht. Dank der kleinen Gruppengrösse kann so sehr individuell auf den Entwicklungsstand der Kinder eingegangen werden und passende Lerninhalte ausgesucht werden.

Unstrukturierte Lerninhalte und kreative Lernprozesse
Die unstrukturierte Naturumgebung fordert die Kinder heraus. Sie stellen ihre Spielsachen selber her und benutzen Werkzeuge, um die Naturmaterialien vielfältig in ihrem Spiel einzusetzen. Auch im Unterricht werden die Naturmaterialien wenn möglich eingesetzt. In der Natur sind die Materialien immer verfügbar, können sofort spontan eingesetzt werden und bieten vielseitige Möglichkeiten für Nachahmung, Sinneswahrnehmungen und das Experimentieren und Explorieren. Zudem stehen allgemein bekannte, stufengerechte (nach kantonalen Vorgaben) Lernmaterialien wie Hefte, Mathematik- und Sprachlehrmittel, Lesebücher, Atlanten, Nachschlagewerke etc. zur Verfügung.

Freies Spiel und Freude am Lernen
Spielen und Lernen gehören zusammen. Das Kind lernt von klein auf im Spiel. Das Freispiel bekommt daher eine sehr wichtige Rolle im Schulalltag. Das vielseitige Spielangebot in der Natur bietet den Raum für Erfahrungen in allen elementaren Bereichen. Prozessorientiertes Handeln steht im Mittelpunkt.
Frei wählbare Lernangebote, angeleitete und geführte Sequenzen sind Bestandteile der Tagesangebote. Individuelle Förderangebote ergänzen das freie Spiel. Dabei wird darauf geachtet, dass in angeleiteten Sequenzen unterschiedliche Lernformen genützt werden (z.B. Werkstatt, Wochenplan, Lernlandschaften, Forscherheft, kooperatives Lernen). Mit diesen Lernmethoden lernt das Kind verschiedene Formen der Zusammenarbeit und der Selbstverantwortung kennen.

Damit die Lernmotivation zum Lesen, Schreiben und Rechnen möglichst gross ist, arbeiten die Kinder an eigenen Projekten. Indem sie ihren Interessen nachgehen und sich über ihr Lieblingstier informieren, für die Klasse kochen oder eine Hütte bauen, können sich die Kinder fächerübergreifend Kompetenzen aneignen.

 


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